In der Fabrik ist allerlei zu tun: Blumenbeete neu bestücken, Türme mit verrückten Regeln bauen, mit einem Roboter nach seiner genauen Ansage tanzen, den Weg durch den Pups-Parcours finden, beim Kaputtzle neue Dinge zusammenbauen, am Fließband auf Knopfdruck wundersame Tiere herstellen, blind Bilder kleben oder Entschuldigungen stempeln …
Über Jahrzehnte hinweg trägt die Ludwigsburger Kinderbuchautorin Puppen nicht nur aus den verschiedensten Gebieten Deutschlands zusammen, sondern lässt sie sich auch aus Übersee zuschicken. Darunter fallen entfernte Weltregionen wie Ozeanien, Nordamerika und Westafrika. Inspiriert von ihren Puppen schreibt Schumacher zahlreiche Kinderromane.
Heute zeigen uns Schumachers Puppen, dass auch in Ludwigsburg ein Stück Kolonialgeschichte verborgen liegt. Ob nun die in Lederanoraks gekleideten Holzschnitzereien aus Labrador oder die Ahnenfigur der Iatmul von Papua-Neuguinea: Die Puppen zeugen von dem europäischen Versuch, in der Welt das Sagen zu haben.
Ausstellungsflyer (3,548 MiB)
Der intelligente Fernsprecher macht Künstliche Intelligenz (KI) erlebbar und regt zur intensiven Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten neuer Technologien an. Er besteht aus einem alten Telefon mit Wählscheibe, mit welchem fiktive Personen aus vergangenen Epochen angerufen und ihnen Fragen zu ihrem jeweiligen Alltag gestellt werden können. Zur Generierung der Antworten nutzt der intelligente Fernsprecher verschiedene Arten von KI.
Sie nehmen den Hörer ab und rufen in der Vergangenheit an: Zur Wahl stehen Personen aus den Jahren 1900, 1924, 1950, 1970 und 2002. Sie können fragen, was immer Sie wissen möchten – vom Alltagsleben über die politische Situation, die damals aktuelle Musik bis hin zu Frühstücksritualen oder Erlebnissen aus Kindheit und Jugend.
Flyer zum KI-Fernsprecher (954,8 KiB)
Nach einer Phase des Kennenlernens und des Ausprobierens mit den verschiedenen Programmen haben sie einen Gefühlsfreund aus Knete gestaltet und ihn mit KI zum Leben erweckt. Mit Hilfe von KI haben sie Liedtexte geschrieben, die in verschiedenen Musikstilen vertont wurden. Alle haben zu ihren neuen Liedern getanzt und erkundet, was Tanz und Bewegung mit dem Körper und den eigenen Gefühlen machen. Auch Lach-Yoga und eine meditative Gefühlsreise in den Körper waren Teil des Programms.
Das Ferienprogramm „Gefühlsforscher:innen“ wurde durch die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg und das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. gefördert.
Eindrücke
Thomas Schadt, der langjährige Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg, stellt ab dem 19. April mit »Zwischenheimat« seine bisher umfassendste fotografische Werkschau aus und kehrt zu den Wurzeln seines beruflichen Werdegangs als Dokumentarist zurück. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunstverein Ludwigsburg e.V.
Dass der deutsche Kolonialismus auch Spuren in Ludwigsburg hinterlassen hat, verdeutlichen die ausgestellten Puppen aus aller Welt von Kinder- und Jugendbuchautorin Tony Schumacher ab dem 6. Juli. Die Ausstellung wirft einen kritischen Blick auf Schumachers Sammeleifer und verfolgt die Wege der Puppen nach Ludwigsburg.
Was sind eigentlich Klecksographien? Und warum heißt der Marstall so, wie er heißt? Über diese und viele weitere Fragen können Kinder in der digitalen Stadtrallye raten und rätseln. Die Rallye trägt den Titel „Ludwigsbound – das Museum in der Stadt“ und besteht aus einer 45-minütigen Schnitzeljagd durch die Innenstadt mit Bezügen zu den Objekten und Geschichten des Ludwigsburg Museums.