Wilhelmskaserne, Wilhelmstraße 24
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Auf dem Gelände der späteren Wilhelmskaserne waren schon im 18. Jahrhundert Pferde des Herzogs untergebracht. Der jetzige Bau entstand ab 1856 für ein Reiterregiment, später nutzten ihn die Ulanen. Im Erdgeschoss befanden sich die Stallungen, auf der Westseite eine Schmiede. An der Nordseite sind noch heute die im Putz eingelassenen Ringe zu sehen, an denen die Pferde angebunden wurden. Nach verschiedenen Verwendungen, unter anderem ab 1952 als Postamt, wurde der Gebäudekomplex zum Einkaufszentrum umgestaltet, nur die Außenwände blieben erhalten.
Arsenal, Arsenalplatz 3 und Schillerplatz 11
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Die imposante Arsenalanlage sollte ursprünglich das Vierfache der heutigen Größe umfassen. Das verwirklichte Eckgebäude entstand ab 1761. Hier wurden Waffen, Geschütze und Fahrzeuge der württembergischen Armee gelagert, gepflegt und gewartet. Der früher mit Skulpturen geschmückte Arsenalplatz diente zum Exerzieren und Paradieren, aber auch als Stellplatz für Fahrzeuge und Geschütze. Heute ist hier das Staatsarchiv untergebracht.
Zeughaus, Mathildenstraße 1
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Auf dem Gelände der ehemaligen Kleinen Gewehrfabrik und der Arsenalwerkstätten entstand ab 1874 das neue Zeughaus. Der Bau ist nach Süden ausgerichtet und sollte über den damals dort angrenzenden Feuersee seine Fernwirkung entfalten. Auch hier lagerte Armeeegut. Nach dem Ersten Weltkrieg bewahrte die Firma O. & M. Hausser ihre fertig hergestellten Spielzeugsoldaten im Gebäude auf. Heute dient der Bau dem Staatsarchiv als Magazin. Er ist über einen unterirdischen Gang mit dem Arsenal verbunden.
Wohhaus der Familie Scholl, Schillerplatz 7
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Synagogenplatzm Ecke Alleen-/ Solitudestraße
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Mörike-Gymnasium, Karlstraße 19
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Karlsplatz und Friedenskirche, Stuttgarter Straße 42
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Der Karlsplatz bildet das Zentrum der Stadterweiterung, die Herzog Carl Eugen ab 1760 vorantrieb. Im Westen begrenzen ihn die Reiterkaserne, im Süden Wohngebäude und ein früheres Offizierskasino. Nach Osten war der Platz offen. Ab 1737 hatte Ludwigsburg neben Stuttgart und Ulm einen eigenen Militärgeistlichen, aber lange kein passendes Gotteshaus. Erst die Garnisonskirche konnte ab 1903 den enormen Platzbedarf für die Soldaten decken. Sie nahm bis zu 1700 Personen auf. Mit der Umbenennung in Friedenskirche sollte nach dem Zweiten Weltkrieg ein Zeichen gesetzt werden. Der Glockenturm markiert bis heute die sogenannte Carlsstadt. Eine Fußgängerunterführung zur Stuttgarter Straße befindet sich an der Nordostseite des Platzes.
Proviantamt, Stuttgarter Straße 35 und 35/1, 2, 3
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Die ab 1874 errichteten Gebäude vermitteln in ihrer Dimension einen Eindruck von der Aufgabe, die die Versorgungseinrichtungen des Militärs zu bewältigen hatten. In dem durch die Anlage eingerahmten freistehenden Gebäude war die Verwaltung untergebracht, im Nordflügel befanden sich die Dampfbäckerei sowie Brot- und Mehlmagazine. Ab den 1960er Jahren nutzte die Bundeswehr den Verwaltungsbau und die US-Armee die übrige Anlage. Der Komplex dient heute als Hotel, Ärztehaus, Klinik und Firmensitz.
Garnisonslazarett Königsallee 59/1, 2, 3 und Hindenburgstraße 20/1, 2
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Hinter einer Backsteinmauer liegt das ab 1878 errichtete neue Lazarett der Garnison. An der Westseite befand sich der Verwaltungsbau mit Küche und Dienstwohnungen, im Norden und Süden je ein Trakt für 100 Betten, im Osten ein Waschhaus und eine Isolierbaracke. Der große Hof bot Fläche zur Aufstellung von Not-Baracken für bis zu 300 weitere Patienten. Das Lazarett war zur Bauzeit auf neuestem Stand: Die durchweg nach Süden ausgerichteten Krankenzimmer waren mit Ventilatoren und Spezialöfen ausgestattet. Auf den Stockwerken gab es Badezimmer, Aufzüge erleichterten den Zugang. Heute nutzt unter anderem der sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises das Gebäude.
Karlskaserne, Hindenburgstraße 29 und 29/1
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Die Karlskaserne ist ein Paradebeispiel der zivilen Umnutzung ehemaliger Militärbauten. Das Haupthaus entstand ab 1889, rund 10 Jahre später die dreiflügelige Anlage im Norden mit Stallungen, Reithaus, Schmiede und Waffenmeisterei. Im Hof befanden sich zwei offene Reitbahnen. Ursprünglich für ein Artillerieregiment errichtet, waren hier nach dem Zweiten Weltkrieg US-Streitkräfte stationiert. In den 1990er Jahren wurde mit dem ‚Kunstzentrum Karlskaserne‘ ein offener Ort für künstlerisch-kreatives Arbeiten geschaffen. Der Kasernenhof bietet außerdem Platz für das jährliche Sommernachtskino.
Bekleidungsamt, Hindenburgstraße 37 und 45
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Die seit 1888 entstandene Anlage zur Fertigung, Lagerung und Verwaltung von Militärkleidung umfasste ein westlich liegendes Dienstgebäude, dahinter drei längliche Produktionsgebäude, mittig das Kesselhaus mit Schornstein und zur Straße hin ein Pförtnerhaus. Noch heute nutzt das seit 1941 hier ansässige Filterwerk Mann + Hummel die Räumlichkeiten.
Gasthaus zum Bären, Schlossstraße 7 und 9
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