Lotter, Obere Marktstraße 4
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Das Handelsunternehmen Lotter nahm 1810 als Konditorei in der Körnerstraße seinen Anfang. Christoph Heinrich Lotter verkaufte dort nicht nur Süßes, sondern auch Kaffee, Gewürze und Spielzeug. Seit 1840 gehörten darüber hinaus Eisenwaren zum Angebot. 1866 konnte das Geschäft in die zentral gelegene Obere Marktstraße umziehen. Heute werden hier Haushaltswaren und Einrichtungsgegenstände angeboten, im Industriegebiet dagegen in großem Umfang Eisenwaren, Sanitärbedarf und Materialien für den Innenausbau.
Kammerer, Kirchstraße 21
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Hausser, Hospitalstraße 11
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Die Brüder Otto und Max Hausser betrieben seit 1904 eine Spielwarenhandlung. Ab 1912 firmierten sie unter ‚O. & M. Hausser‘ und stellten neben Gesellschaftsspielen wie ‚Elfer Raus‘ vor allem Figuren aus ‚Elastolin‘ her. Die bunt bemalten Tiere, Krippenfiguren oder Soldaten bestanden aus einfachsten Materialien, einem Gemisch aus Sägemehl und Leim, über einem Drahtskelett.
Hüller, Wilhelmstraße 45
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1923 gründete Karl Hüller eine Firma zur Herstellung von Maschinen für den industriellen Einsatz. Sie ließen sich für komplexe Fabrikationsprozesse nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen und hintereinander reihen. Damit war Hüller eines der frühen Unternehmen, das den Bedarf an automatisierter Produktion erkannte. Hüllers Fertigungsstraßen fanden in der Automobilindustrie große Verbreitung.
Wagner und Keller, Uhlandstraße 13
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1869 riefen Fritz Wagner und Edmund Keller ihre Firma für Blech- und Lackierwaren ins Leben. Hans Wagner, der Sohn des Firmengründers, meldete 1898 ein Patent zur maschinellen Herstellung von Vogelkäfigen an. Die Vogelheime in verschiedensten Modellen wurden zum großen Erfolg der Firma und machten Ludwigsburg zu einem Zentrum der Vogelkäfigproduktion.
Bleyle, Hoferstraße 9
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Die Matrosenanzüge der Firma Bleyle sind legendär. 1889 gründete Wilhelm Bleyle seine Strickwarenfabrik in Stuttgart. Er entwickelte den Firmennamen zu einer Marke – etwa mit eingenähten Etiketten in den Textilien, umfassender Werbung und kundenbindenden Angeboten wie einem Flickservice. In der Hoferstraße 9, dem seit 1905 bestehenden Hauptgebäude des Zweigwerks in Ludwigsburg, wurden unter anderem Anzughosen gefertigt.
Barth, Martin-Luther-Straße 36, 44 und 47
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Georg Wilhelm Barth erkannte als kaufmännischer Angestellter bei der Kaffeemittelfirma Franck den Bedarf an spezialisierten Röstmaschinen. Ab 1893 entwickelte er Großröster für die Nahrungsmittelindustrie. Der Erfolg des Unternehmens lässt sich an den erhaltenen Gebäuden ablesen: dem villenartigen Wohn- und Verwaltungsgebäude Nr. 44 von 1904 /05, der dahinterliegenden Fabrikhalle, der in den 1920er Jahren entstandenen großen Montagehalle Nr. 36 und dem Gebäude Nr. 47 mit fünf Wohnungen für Firmenangestellte.
Mack, Brenzstraße 21
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Franck, Frankstraße 4, 5 und 8
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Die ab 1868 entstandenen großzügigen Betriebsanlagen der Firma Franck erstrecken sich über 250 Meter entlang der Pfugfelder Straße. Ein Teil des ersten Verwaltungs- und Produktionsgebäudes steht heute unter Denkmalschutz. In unmittelbarer Nachbarschaft errichteten die Söhne des Firmengründers ihre Wohnhäuser mit direktem Blick auf die Fabrik. Die Villa Hermann Francks wurde bis 1897 mehrfach aufwendig umgebaut. Auf dem Gelände des Wohnhauses von Wilhelm Franck entstand 1960 ein firmeneigenes Hochhaus.
Franck, Bahnhofstraße 19
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Mitglieder der Familie Franck taten sich auch als Förderer der Stadt und ihrer Einrichtungen hervor. Hermann Franck stiftete unter anderem die 1889/90 erbaute Musikhalle, die bis heute für Veranstaltungen genutzt wird. Sie schloss ursprünglich an das nicht erhaltene große Bahnhotel an.
Myliusstraße
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Seit 1846 war Ludwigsburg an das Schienennetz angebunden, zwischen Bahnhof und Stadt lag allerdings sumpfiges Gebiet. Für die Belebung von Handel und Verkehr war eine befestigte Straße unabdingbar. Zu deren Verwirklichung plante General Ferdinand von Mylius eine Stiftung. Ab 1869 durchbrach die Myliusstraße in ihrer diagonalen Ausrichtung als erste das rechtwinklige Straßenraster der Barockzeit. Sie steht damit für den Beginn einer neuen Ära – der Entwicklung Ludwigsburgs zum Industriestandort.
Didymos, Alleenstraße 8 mit Hinterhaus
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Schediwy, Solitudestraße 3
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Der Instrumentenbauer Franz Schediwy gründete 1875 nach dem Musikstudium in Wien sein Unternehmen in Ludwigsburg. Der Ruf der Instrumente war exzellent, Ludwigsburgs Militärmusikkorps spielte sie ebenso wie das Berliner Kaiserquartett. Seit 1892 durfte Schediwy den Titel ‚Königlicher Hoflieferant‘ tragen und verkaufte Blasinstrumente in ganz Europa und nach Amerika. 1904/05 ließ er sein Geschäftshaus mit Fabrik errichten, das bis 1995 bestand.